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Essen ist Medizin

Ich weiß noch, wie ich mir am Anfang meiner Genesung so viele Gedanken darum gemacht habe, wieviel man essen sollte, um gesund zu werden. Täglich gingen mehrere Stunden dafür drauf, im Internet zu recherchieren, was eine angemessene Menge zum "recovern" ist: von Empfehlungen mit 1500-5000 Kalorien pro Tag habe ich alles gelesen.

Verwirrung kam auf bei all den vielen und auch so unterschiedlichen Angaben darüber, wieviele Kalorien zum zunehmen nun ausreichend wären. Weder zu viel noch zu wenig sollte es sein. Meist haben mich aber all die verschiedenen Theorien eher davon abgehalten, überhaupt etwas an meinem Essverhalten zu verändern. Ich wollte eine "perfekte" Genesung und dachte, ich müsste erst einmal den "perfekten" Weg zum gesund werden herausfinden, bevor ich mit der Heilung überhaupt beginnen darf.

Einer Sache war ich mir allerdings schon immer sehr sicher: man brauchte eine Menge an Essen, um wieder zurück zu Gesundheit, Freiheit und LEBEN zu kommen.

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In gewisser Weise ist Essen Medizin, vor allem für jemandem mit Essstörung. Jede Kalorie, jedes Protein, jeder Zucker, jedes Fett aber genauso auch jeder Mineralstoff und jedes Vitamin werden dafür genutzt, um den Körper wieder gesund zu machen. Essen bedeutet Energie - Energie, die der Körper braucht, um sich selbst zu heilen. Eben nicht nur zum zunehmen, sondern auch um den Hormonhaushalt wiederherzustellen, alle Organe wieder zu versorgen, Haare und Haut wieder zum strahlen zu bringen so wie auch um alle auftretenden Schäden wieder zu beseitigen (wie im meinem Falle zum Beispiel die verminderte Knochenmasse als Folge der jahrelangen Restriktion und dem Untergewicht). Eine Essstörung kommt selten allein: sie wirkt sich nicht nur auf das Gewicht aus, sondern schädigt den ganzen Körper des Erkrankten.

Wer von seiner Essstörung heilen möchte, muss viel essen und zunehmen. Punkt. Es gibt keinen anderen (oder einfacheren) Weg dran vorbei. Essen ist eben nicht nur nötig, um wieder zu Normalgewicht zurückzugelangen, sondern auch um all die durch die Restriktion verursachten Schäden zu reparieren. Wenig essen ist, was dich krank gemacht hat. Viel und ausreichend zu essen ist, was dich gesund machen wird. Es ist deine Medizin.

Auch vom psychischen her ist es unabdingbar, ohne Regeln oder Restriktion zu essen. Man muss sich der Angst stellen, um sie zu überwinden: kalorienreiches Essen, Fear Foods, Kohlenhydrate, Fette, Öle, Salz, Süßes, "Ungesundes" und, und, und. Du kannst nicht erwarten, zu Freiheit zu gelangen, während du dich immer noch an all diese essgestörten Regeln hältst.


Darüber hinaus hilft dir eine ausreichende Menge an Essen (und damit an Energie) dabei, klarer zu denken. Am Tiefpunkt meiner Essstörung 2015/2016 war ich von den schlimmsten Ängsten und Depressionen geplagt, die ich je erlebt hatte. Was mir Besserung verschafft hat? ESSEN. Ich aß mehr und die Ängste wurden geringer. Sie sind noch da, aber nicht mehr so extrem wie damals, als ich sie täglich intensiv zu spüren bekam. Aber auch jetzt merke ich, dass ich allgemein viel rationaler denken, mich besser konzentrieren kann und dass meine Laune auch um einiges besser und stabiler ist. Und ich bin schon gespannt darauf, wie gut ich mich fühlen werde, wenn sich mein Körper wieder auf einem gesunden Gewicht eingependelt haben wird. Denn bei einem gesunden Gewicht funktioniert alles einfach viel besser im Körper und in der Psyche.

Das Ding bei der ganzen Sache ist halt, dass man Angst hat, "zu viel" zu essen und bis ins Unendliche zuzunehmen. Doch wer sagt, dass das auch so kommen wird? Und selbst wenn gäbe es auch dafür eine Lösung. Man sollte sich von dieser Angst weder einschüchtern noch aufhalten lassen. Die Alternative wäre, auf ewig mit einer Essstörung zu leben, immer irgendwelche Diäten zu halten und mit den Folgen der Mangelernährung zu leben. Sich der Angst zu stellen, genug zu essen und all diese Regeln in den Wind zu schießen gibt dir die Chance, Heilung zu erfahren. Und der Schmerz des sich-der-Ansgt-stellen ist definitiv kürzer als der Schmerz, der dich erwarten würde, wenn du weiterhin (dein ganzes Leben lang) den Befehlen der Essstörung gehorchen würdest.

Essen ist Medizin. Das einzige, was einen Essgestörten heilen kann, ist Essen. Und je mehr davon, desto besser. (so zumindest meiner Ansicht nach)

P.S.: Wer mehr über dieses Thema wissen will, dem kann ich sehr den tumblr Blog Let's Recover empfehlen (ich hab euch das faq verlinkt, da sind viele Fragen diesbezüglich beantwortet worden)

Tipps für Yoga-Anfänger

Im Sommer 2016 rollte ich zum ersten Mal meine Yoga-Matte bei mir zu Hause aus. Ohne viel drüber nachzudenken, klickte ich auf das erstbeste "Yoga für Anfänger"-Video auf YouTube und begann meine erste richtige Praxis überhaupt, ohne zu wissen, wohin sie mich eines Tages mal hinführen würde.

Wie bei fast allen Dingen im Leben, traf auch hier der Spruch "Aller Anfang ist schwer" zu. Ich begab mich auf unbekanntem Terrain und wusste nicht, auf was ich mich da einließ. Vor allem war es schwer, den ganzen neuen Begriffen zu folgen: Kindsposition, Krieger 1, Schulterbrücke, Flow und so weiter. Wer blickt da denn als Neuling schon durch?

Falls du selbst gerade noch am Anfang stehst bzw. du noch gar nicht weißt, wo du überhaupt beim Yoga anfangen sollst, habe ich die hier ein paar Tipps zusammengestellt, die dir helfen können, einen reibungslosen Start für deinen Yoga-Weg hinzulegen.

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1. Fang langsam an

Einen der größten "Fehler", die man anfangs machen kann, ist sich gleich an die richtig fordernden, auspowernden Flows zu wagen. Das wird dir nur den Spaß nehmen, sodass du schnell aufgibst und gar nicht erst in den Genuss der wohltuenden Aspekte des Yoga kommst, die sich mit fortschreitender Praxis offenbaren werden.
Ich rate dir, dass du dir zu Beginn nur Anfänger-Videos oder Anfänger-Kurse vornimmst. Diese bieten dir einen sanften Start in das Thema, ohne dich noch mehr als nötig zu überfordern.
Du lernst Schritt für Schritt die Basics, die richtige Ausrichtung in den einzelnen Posen (was sehr wichtig ist, um Verletzungen vorzubeugen!) und wie man richtig atmet. Vielleicht klingen diese Punkte eher belanglos für dich, doch glaube mir: sie spielen eine sehr wichtige Rolle im Yoga.
In fortgeschritteneren Kursen wird nämlich davon ausgegangen, dass der Teilnehmer die Basics beherrscht, sodass dieser sich mehr auf sich selbst statt auf die Stimme des Lehrers und die richtige Ausrichtung fokussieren kann. Stell dir nun vor, du kommst als kompletter Anfänger in so einen fortgeschrittenen Kurs - du musst die ganze Zeit gucken, was die anderen machen, spürst den Effekt der einzelnen asanas (Sanskrit für die Posen im Yoga) nicht oder führst sie gar falsch aus. Du bekommst einen schlechten ersten Eindruck, der dir total die Neugierde und Lust am Yoga nimmt.
Gehe also Schritt für Schritt vor und lerne erst die Basics, bevor du dich an forderndere Flows rantraust.

2. Vergiss die Form und fokussiere dich auf das Fühlen

Wenn man auf Social Media die vielen Yoga-Accounts anschaut, bekommt man schnell den Eindruck, dass es bei dieser Praxis nur darum geht, sich in komplizierte Posen reinzuzwängen. Man sieht Yogis, die sich im Unterarmstand präsentieren, ihren Fuß hinter den Kopf klemmen oder sich auf andere Weise total verknoten. Darum geht es definitiv nicht im Yoga. Es kommt nicht darauf an, wie stark oder flexibel du bist - im Yoga kommt es ganz darauf an, wie du dich fühlst. Und das auch nicht nur während du auf der Matte bist, sondern auch wenn du wieder in deinen gewohnten Alltag zurückkehrst. Was machen die einzelnen Asanas mit dir? Welche Gedanken oder Gefühle kommen beim üben auf? Wo bemerkst du Blockaden?
Yoga hat weniger mit dem körperlichen Aspekt zu tun, als man denkt. Ich spreche auch gerne von "Meditation in Bewegung". Es soll dir helfen, mehr körperliche und geistige Gesundheit zu erlangen. Und dafür braucht es keine ultrakomplizierten Positionen.

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3. Bring Abwechslung in deine Praxis

Jedes Mal dasselbe in deinen Yoga-Sessions zu machen, ist nicht nur langweilig, sondern wird dir auch nicht helfen können, weiter voranzukommen in deiner Praxis. Abwechslung ist hier das Stichwort. Probiere neue Yoga-Stile aus (Yin, Hatha, Vinyasa, Shivananda, Kundalini,...), besuche andere Yoga-Studios/gehe zu anderen Lehrern, probiere Videos von verschiedenen YouTube-Kanälen aus, wage dich vielleicht sogar schon ans nächste Level.
Dieser Punkt hat mich sehr viel weiter in meiner eigenen Praxis gemacht. Ich wagte mich aus meiner Komfortzone und besuchte einen Kurs, wo ich die beruhigende, positive Energie eines Yoga-Studios zum ersten Mal genießen konnte. Yin Yoga war das Mittel, was mir zu mehr Flexibilität verholfen hat. Mittelstufen-Yoga zu praktizieren zeigte mir neue asanas, an denen ich mich ausprobieren konnte.
Hast du schon seit einer Weile Yoga praktiziert, dann traue dich ans nächste Level ran! Neue Herausforderungen machen Spaß und zeigen dir ganz neue Aspekte des Yoga und von dir selbst.

4. Etabliere eine Routine

Damit du auch dran bleibst, ist es hilfreich, sich eine Routine fürs üben aufzubauen. Dabei gilt: jeden Tag vielleicht 15 Minuten sind besser als anderthalb Stunden ein Mal in der Woche. So baust du allmählich deine Fähigkeiten und dein Wissen auf und kommst natürlich möglichst oft in den Genuss der Vorteile, die Yoga bietet.
Hierbei sollte aber auch der nächste und letzte Tipp in Betracht gezogen werden...

5. Zwinge dich nicht

Yoga soll dir helfen, dass du dich besser fühlst - körperlich und geistig. Wenn du dich auf die Matte zwingst, bleibt dieser Effekt höchstwahrscheinlich aus. Rechne damit, dass du nicht jeden Tag üben möchtest und vor allem auch, dass du nicht jeden Tag dieselbe Kraft, Ausdauer, Konzentration und Flexibilität an den Tag legen wirst. Das ist vollkommen normal und menschlich. Du wirst staunen, aber selbst erfahrene Yogalehrer haben Tage, an denen sie keinen Bock auf Yoga haben.
Wenn es zur Routine wird, dass du dich auf die Matte zwingst (oder auch in bestimmte asanas), dann geht der Spaß am Yoga verloren. Deswegen: höre auf dich selbst und mach dann Yoga, wann du es brauchst, wann du es willst. Wenn du weißt, dass du dich nach einer kleinen Praxis besser fühlen wirst, dann: go for it! Wenn sich aber alles in dir danach sträubt, durch eine Sequenz zu fließen, dann lass es für heute lieber sein und tu dir stattdessen auf andere Weise etwas Gutes.
Manchmal tun Pausen vom Yoga auch ganz gut, um wieder mehr Gefallen daran zu finden, um "die Leidenschaft wieder neu aufflammen zu lassen". Ich spreche da aus Erfahrung und kann nur bestätigen, dass Auszeiten dabei helfen, neue Motivation und Inspiration zu sammeln - und das gilt für weitaus mehr Dinge und Beschäftigungen als nur für den Yoga.

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Lass mich gerne wissen, wie dir diese Tipps gefallen, ob sie dir weiterhelfen konnten oder ob du sogar ein paar Tipps für Yoga-Anfänger parat hast!

Was ist Selbstliebe?

Selbstliebe hier, Selbstliebe da - der Begriff "Selbstliebe" wird überall herumgeworfen wie Konfetti. Liebe und akzeptiere dich selbst, so wie du bist, heißt es immer. Zeige dir selbst Respekt. Lehn dich zurück und nimm dir eine Auszeit vom Alltagsstress. All diese gut gemeinten Ratschläge und Aufforderungen, doch keiner weiß in Wahrheit so wirklich, was es mit der Selbstliebe auf sich hat - so zumindest mein Gefühl. Was meint man nun damit? Und warum sollte man sich selbst lieben? Ist es nicht egoistisch, sich selbst anderen vorzuziehen?

Selbstliebe verstehen


Nimmt man den Begriff Selbstliebe auseinander, so hat man die Worte "Selbst" und "Liebe" vor sich stehen. Ersteres erklärt sich von allein: es hat mit einem "selbst" zu tun, ist auf eine Person ausgerichtet, auf sich selbst bezogen. "Liebe" hingegen lässt sich nicht so einfach erklären. Wikipedia sagt dazu:
"Liebe ist eine Bezeichnung für stärkste Zuneigung und Wertschätzung. Nach engerem Verständnis ist Liebe ein starkes Gefühl, mit der Haltung inniger und tiefer Verbundenheit zu einer Person (oder Personengruppe), die den Zweck oder den Nutzen einer zwischenmenschlichen Beziehung übersteigt und sich in der Regel durch eine entgegenkommende tätige Zuwendung zum anderen ausdrückt."
So gesehen versteht sich "Selbstliebe" als ein starkes Gefühl der Wertschätzung zu einem selbst. Vielleicht sollte man hier aber noch eine Trennung zwischen Selbstliebe im Sinne der Selbstannahme und Selbstliebe im Sinne der Selbstsucht vornehmen - der Begriff is also Synonym für mehrere Phänomene.

Genau deswegen wird er meiner Ansicht nach auch so oft missverstanden: die Menschen verstehen unter Selbstliebe eine narzisstische, egoistischen Verhaltensweise, die das Wohlbefinden des Umfelds abtut, bei der sich alles nur um einen selbst dreht.

In dem Sinne, in dem ich den Begriff Selbstliebe verwende, ist gemeint, sich selbst zu achten und wertzuschätzen - und zwar genau so, wie man bereits ist. Es ist das bedingungslose annehmen des selbst. Ähnlich wie in einer romantischen Beziehung bedeutet es, den Partner - im Falle der Selbstliebe also man selbst - mit allen "Fehlern" und "Makeln" vollkommen anzunehmen, ihn wertzuschätzen, ihm seine Zuneigung zu zeigen, immer dessen höchstes Wohl im Sinne zu haben, sich liebevoll um ihn zu kümmern und immer für ihn da zu sein, "in guten wie in schlechten Zeiten". Das alles aber ohne "süchtig" nach dem Partner zu werden. Die Sucht nach irgendetwas oder irgendwem war für den Menschen (und dessen Beziehungen) noch nie dienlich gewesen.


Es sollte demnach ein gutes, gesundes Maß an Selbstliebe etabliert werden, ohne Extreme in die eine oder andere Richtung. Gerade aber in unserer heutigen Gesellschaft erlebt man bei den Menschen eher eine Neigung hin zu dem Extrem "keine Selbstliebe", also den Selbsthass - die Abscheu vor einem selbst, die nicht selten auch mit einer Selbstzerstörung einhergeht.

Auf der anderen Seite: Selbsthass


Mir tut sich oft die Frage auf, was in einem Menschen vorgehen muss, dass er in Selbsthass verfällt. Man könnte meinen, dass jemand, der selber mit Selbsthass zu tun hat - wie auch ich eben - diese Frage beantworten könnte. Doch eine klare Antwort habe ich nicht. Was ich aber beobachte ist, wie unsere Gesellschaft dazu tendiert, andere schlecht zu machen. Das zeigt sich in den viel zu hohen Ansprüchen, die dem Menschen gestellt werden, wie er zu sein haben muss. Die Medien, die einem verklickern, man sei nicht gut genug so wie man ist. Dieser kranke Wettbewerb bei allem und jeden, wo doch auch der Spaß an der Sache total verloren geht.

Im Versuch, einen "Übermenschen" zu erschaffen - ein perfektes, erfolgreiches, wunderschönes und zugleich intelligentes und sportliches Wesen - kreiert unsere Gesellschaft nur mehr total unglückliche und ausgelaugte Individuen. All diese Ansprüche, die an uns gestellt werden und die wir schließlich nicht erfüllen können, treiben uns in den Wahnsinn, in Stress und lassen uns letztendlich glauben, dass wir nicht gut genug seien, weil wir eben diesen Ansprüchen nicht gerecht werden können. Als Resultat entsteht Selbsthass.

Und um nochmal auf die Frage zurückzukommen, ob Selbstliebe denn nicht egoistisch ist: Ist Selbsthass denn nicht noch egoistischer? Man konzentriert all seine Energie auf das Selbst - das grässlich erscheinende, faule, nichtsnutzige Selbst. Man verwendet es dazu, sich selbst zu zerstören. Selbstliebe hingegen bewirkt, dass wir uns entspannter verhalten (da wir uns nicht im Kampf mit uns selbst befinden) und unsere Energie dafür nutzen können, diese Welt zu einem besseren Ort für alle zu machen. Der Fokus wendet sich eher von einem ab, da man mit sich selbst im reinen ist und mehr Kraft für die wichtigen Dinge im Leben hat.

Warum Selbstliebe so wichtig ist


Die Bedeutung und Wichtigkeit der Selbstliebe wird darüber hinaus zum einen auch noch klar, wenn man sich vor Augen führt, was der Selbsthass mit sich bringt: man lebt ungesund, sieht keinen Sinn im Leben, verliert jeglichen Spaß an den Dingen, die man tut, und befindet sich in einem ständigen Kampf mit einem selbst. Das klingt ziemlich depressiv, nicht wahr? Wie will man ein schönes Leben führen, wenn man sich gar nicht wohl fühlt in der eigenen Haut?

Selbstliebe hingegen bringt mehr Lebensfreude, Glück, Gesundheit, Kraft und positive Energie mit sich. Sie ist so wichtig, weil wir Menschen eben auch wichtig sind. Und das ist nicht in dem Sinne gemeint, dass der Mensch wie ein Gott über allem steht. Nein, aber jeder Mensch ist für seine eigene Realität, für dieses Leben auf Erden von Bedeutung. Jeder einzelne erfüllt einen Zweck auf Erden, mag er auch nur so klein und nichtig sein. Ein einzelner Mensch kann viel bewirken - dafür muss er nur an sein eigenes Potenzial glauben und sich selbst anerkennen.

Aber auch auf kleine Sicht gesehen ist Selbstliebe bedeutsam: wenn wir in der Lage sind, uns selbst anzuerkennen und wertzuschätzen, lassen wir uns weniger von anderen Menschen manipulieren, die meinen, über uns zu stehen. Auch uns selber manipulieren wir weniger, da wir uns unserer eigenen Stärke bewusst sind. Wir sind gelassener, freier, glücklicher. Wir können unsere Liebe mit den Menschen um uns herum teilen. Wir können auch mehr Liebe zulassen. Wir stehen für uns selbst ein. Wir leben gesünder, da wir unseren Körper wertzuschätzen wissen. Alles macht mehr Spaß, da wir uns keine Gedanken mehr darum machen, wie bescheuert wir jetzt vielleicht bei dieser einen Sache aussehen mögen.
Alle Bilder in diesem Post habe ich auf Pinterest gefunden
Ich könnte die Liste noch weiter fortsetzen, genauso wie diesen Post, aber fürs erste soll das erstmal genug sein. Zum Abschluss möchte ich nur noch sagen: Selbstliebe ist dein Geburtsrecht. Du musst es dir nicht erst durch harte Arbeit verdienen. Sie ist jederzeit da und wartet darauf, von die erlebt zu werden. Es ist deine Entscheidung: nutze ich die wunderbare Kraft der Selbstliebe, die mir jederzeit gegeben ist, oder beschließe ich, weiterhin im Kampf mit mir selbst zu sein?

In diesem Sinne: feiere dich selbst und schenk dir selbst Liebe.

Meine 200h Yogalehrer-Ausbildung

Als ich letztes Sommer eine Absage von meiner Wunsch-Uni bekommen habe, stand ich vor der Frage: Wie kann ich die Zeit bis zum nächsten Bewerbungsversuch sinnvoll nutzen? Mithilfe der Unterstützung meiner Familie habe ich mich dazu entschlossen, eine Ausbildung zur Yogalehrerin anzufangen. Und jetzt im Nachhinein betrachtet war das die beste Entscheidung, die ich treffen konnte.
Bild von Pinterest

Die Ausbildung, für die ich mich entschieden habe, bestand aus 200 Unterrichtsstunden, die über acht Ausbildungswochenenden verteilt waren. Die Termine fanden ca. ein Mal im Monat statt. Manchmal werden 4-wöchige Yogalehrer Ausbildungen angeboten, doch da war mir von Anfang an klar, dass das nichts für mich wäre. Somit hatte ich bei meiner Ausbildung zwischen den einzelnen Terminen immer Zeit, den Unterrichtsstoff nochmal zu wiederholen und richtig sacken zu lassen.

Begonnen hat die Ausbildung im Oktober 2018. Da ich in meiner Heimatstadt kein passendes Ausbildungsinstitut gefunden habe, entschloss ich mich dazu, eine Ausbildung in einer anderen Stadt zu machen. Das bedeutete, dass ich in regelmäßigen Abständen allein verreisen müsste. Für mich war es eine noch ungewohnte und beängstigende Erfahrung, ganz auf mich allein gestellt zu sein. Doch ich glaube, dass ich gerade durch den Yoga besser mit dieser Herausforderung umgehen konnte. Angst war anfangs noch da, doch je öfter ich alleine wegfuhr, desto mehr Gefallen fand ich an den kleinen bisschen Unabhängigkeit, das ich durch das pendeln bekam.

Auch aufgrund der Sozialphobie spürte ich einige Ängste in mir aufsteigen. Eine komplett neue Situation mit mir fremden Menschen würde auf mich warten. Und niemand Bekanntes war da, der mich hätte begleiten können.

Doch bereits nach dem allerersten Ausbildungstag wurden die Ängste deutlich weniger. Die Mädels (wir waren ursprünglich eine reine Frauengruppe, zu der sich erst gegen Ende der Ausbildung ein Mann dazu gesellte) waren alle unglaublich lieb und nett. Liegt bestimmt am Yoga ;) Die Hemmungen wurden nach und nach weniger, sodass ich mich immer öfter traute, an den Gesprächen und Diskussionen in der Gruppe teilzunehmen.


Unsere Lehrerin war zudem auch ein Engel. Sie ist eine so liebe, aufmerksame und weise Frau - von ihr konnte man wirklich total viel lernen. Und mich begeisterte es außerdem noch, wie geschmeidig und leicht ihre Bewegungen aussahen - fast so, als würde sie beim Yoga über den Boden schweben! Man merkte ihr an, dass sie jahrelange Erfahrungen mit dem Yoga gesammelt hat.

Der Unterricht bestand sowohl aus Praxis als auch aus einem Großteil Theorie. Ausbildungsinhalte waren die Geschichte des Yoga, Patanjali und der achtgliedrige Yoga-Pfad, sequentieller Aufbau einer Class, Pranayama, Meditation, Adjustments, Anatomie und Philosophie; ein Flow wurde hier und da immer mal wieder dazwischengeschoben.

Anders als damals in der Schule war der Inhalt des Unterrichts sehr interessant. Vor allem war es total spannend, wieviel man aus diesen theoretischen Inhalten auf seinen Alltag, sein eigenes Leben übertragen kann! Wir diskutierten oft über verschiedenste Themen (zum Beispiel beim achtgliedrigen Pfad, wie man diesen bei sich selbst integrieren kann) und erzählten von unseren Erfahrungen mit dem Yoga. Ich war teilweise echt wissbegierig und schenkte dem Unterricht immer meine volle Aufmerksamkeit.

Ähnlich wie auch in der Schule gab es auch Hausaufgaben, die wir zwischen den einzelnen Ausbildungsterminen erledigten. Zum einen mussten wir ein Yoga- und Meditationstagebuch führen, zum anderen gab es fünf Bücher zu lesen, zu denen wir jeweils einen Buchreport schreiben sollten. Die Bücher wurden im Unterricht nochmal genauer besprochen, falls man etwas nicht verstanden hat - und es gab definitiv einige Dinge, die man als Laie nur schwer verstehen konnte. Da hat es sehr geholfen, alles nochmal mit einem Experten zu besprechen.

Auch beim praktischen Teil der Ausbildung konnte ich viel Neues lernen. Vorerst hatte ich wirklich Angst gehabt, dass mir die Praxis zu anstrengend werden könnte - ich bin nicht grade ein Muskelprotz und an Ausdauer sprudle ich auch nicht unbedingt über. Meine Angst hat sich jedoch nicht bestätigt: die Praxis war zwar fordernd, aber dennoch machbar und vor allem wohltuend. Man kam gut mit, egal, auf welchem Level man stand. Es ist auch nochmal was ganz anderes, mit einem Lehrer in der Gruppe Yoga zu praktizieren als allein zu Hause, wie ich festgestellt habe. Es herrscht eine wunderbar harmonische Energie im Raum und man kann sich viel besser auf die Praxis konzentrieren als wenn man zu Hause ist und man vermutlich noch von den Mitbewohnern beim üben unterbrochen wird. Zudem hat man noch einen professionellen Lehrer an seiner Seite, der einem dabei hilft, seine Praxis auszubauen und zu verbessern.

Wie cool sind diese Yoga-Blöcke bitte? Ich liebe den Spruch, der auf ihnen steht!

Mit der Zeit hat man natürlich auch gelernt, selbst Hand anzulegen und den Lehrer zu spielen. Das erste Mal den Lehrer zu machen war unglaublich nervenaufreibend - ich war so nervös, obwohl ich ja meine Mädels gut kannte und wusste, dass wir noch am üben sind und keiner den anderen verurteilen würde. Nach und nach ging das anleiten immer mehr ins Blut über. Man lernt, seine Stimme richtig einzusetzen, passende Worte zum anleiten zu finden und vor allem auch, wie man den Teilnehmern Hilfestellungen geben kann.

Gerade der letzte Aspekt hat mich persönlich wachsen lassen. Als normalerweise sehr schüchterner Mensch war ich gezwungen, vor mehrere Leute zu treten, mich zu präsentieren und vor allem auch meine Stimme zu erheben - alles andere als eine einfache Sache. Aber ich hatte keine andere Wahl: ich musste mich dieser Angst stellen. Und zu meiner Überraschung habe ich das auch gut gemeistert! Je öfter man es tut, desto besser wird es. Ich trete nun viel selbstsicherer auf als noch am Anfang der Ausbildung, wo man rumstotterte oder kurze Blackouts vor der Gruppe bekam.

Im Juni diesen Jahres stand die Prüfung an, die einen theoretischen und einen praktischen Teil beinhaltete. Auch wenn ich davon überzeugt war, dass Jede(r) von uns die Prüfung sehr gut meistern würde, hatte ich tierisch großen Respekt davor und bereitete mich dementsprechend auch gut für die Prüfung vor. Der Theorie-Teil der Prüfung beinhaltete einen Multiple-Choice-Test mit allerlei gar nicht so einfachen Fragen; im praktischen Teil musste jeder Schüler einen Flow vorbereiten und diesen vor der Ausbildungsgruppe unterrichten. Und wie erwartet hat Jeder die Prüfung erfolgreich bestanden :)

Es war so ein schönes Gefühl, endlich das Diplom in den Händen zu halten und nun offiziell Yogalehrerin zu sein. Wie cool ist das denn bitte? Darüber hinaus habe ich in dieser Ausbildung so viele tolle Erfahrungen sammeln und tolle Menschen kennenlernen dürfen. Ich bin unglaublich dankbar, dass ich diese Erfahrung machen durfte. Ohne Frage würde ich sie jederzeit wiedermachen wollen! Und im Prinzip tue ich das auch, denn im Dezember werde ich meine Ausbildung fortsetzen. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie sehr ich mich schon darauf freue! Nachdem ich schon so positive Erfahrungen mit den ersten 200 Stunden gesammelt habe, bin ich mir sicher, dass mich viel Positives auch in der weiterführenden 300-Stunden-Ausbildung erwarten wird.

Der kleine Buddha war ein kleines Souvenir von meinem Bruder, als er Vietnam bereist hat :)

Ist vollständige Heilung von einer Essstörung möglich?

Ich denke, dass sich Jeder, der an einer Essstörung leidet, früher oder später die Frage stellen wird, ob man jemals wieder vollständig gesund werden kann - ob man wieder normal leben, normal essen kann; ob man diese zwanghaften Gedanken und Gewohnheiten loslassen kann; oder ob man für immer und ewig einen Teil der Krankheit in sich tragen wird. Die Meinungen zu diesem Thema gehen dabei etwas auseinander: Manche meinen, eine vollständige Heilung sei nicht möglich, Andere wiederum haben eine gegenteilige Meinung. Meine Sichtweise zu diesem Thema möchte ich in diesem Blogpost mit euch teilen.



Meine Definition einer "vollständigen Heilung"
Zu allererst ist es meiner Meinung nach wichtig, die Frage zu klären, was man unter "vollständiger Heilung" versteht. Es ist schwer, meine Definition von "vollständiger Heilung" in ein paar Worte zu fassen, da diese auf so viele verschiedene Bereiche ausgeweitet werden kann. Um es so kurz wie möglich zusammenzufassen, würde ich sagen, dass Heilung für mich "FREIHEIT" bedeutet. Frei von kranken, belastenden und zwanghaften Gedanken wie auch Gewohnheiten; ein gesundes Verhältnis zum Essen und zum Sport; so wie auch sich selbst zu akzeptieren und zu lieben. Heilung sollte sich auf die Psyche und die Physis beziehen. Somit bedeutet sie auch für mich, dass man ein gesundes Gewicht hält, Hunger- und Sättigungsgefühle im Gleichgewicht sind (ohne Heißhungerattacken oder ähnlichem), dass man als Frau seine Periode wieder regelmäßig bekommt und man wieder genug Kraft und Stärke zum leben besitzt.

Ist eine vollständige Heilung nun meiner Meinung nach möglich?
Im Prinzip glaube ich an eine vollständige Heilung - ich denke, dass man wieder ein normales, gesundes und glückliches Leben führen kann. Je nach Krankheitsgeschichte kann es aber natürlich auch zu Folgeschäden kommen, die das Leben selbst nach vielen Jahren symptomfrei beeinträchtigen können (wie etwa Osteoporose oder Unfruchtbarkeit). Aber ich denke auch, dass man vielleicht etwas vorsichtiger mit bestimmten Themen umgehen muss, auch wenn man als "gesund" bezeichnet wird, um eventuelle Rückfälle zu verhindern. Das kann zum Beispiel Sport sein (nicht, dass man nach einer Essstörung in eine Sport- oder Fitnessucht rutscht - ein normaler Umgang mit Sport, ohne in Extreme zu rutschen oder sein ganzes Leben danach auszurichten). Eventuell ist es auch besser, sich von potenziell triggernden Jobs fernzuhalten, wie Modeljobs oder Tätigkeiten, in denen ein besonderes Augenmerk auf Themen wie Aussehen und Ernährung eine große Rolle spielen. Und vor allem muss man auch in sehr schwierigen Lebensphasen vorsichtig sein, dass man nicht auf essgestörte Verhaltensweisen zurückgreift, um negative Emotionen oder Stress zu kompensieren.

Nichtsdestotrotz sehe ich diesen Zustand auch als "vollständig geheilt" an. Auch wenn man an der ein oder anderen Stelle vielleicht etwas vorsichtig sein muss, kann man ein normales, glückliches und gesundes Leben führen. Es gibt mehrere tausend Menschen, die heute gesund und frei sind nach jahrelanger Essstörung. Sie sind Beweis, dass es möglich ist, gesund zu werden.

Aber spielt diese Debatte um eine "vollständige Heilung" überhaupt eine Rolle?
Vor einiger Zeit hatte ich ein sehr augenöffnendes Gespräch mit meiner Therapeutin über dieses Thema gehabt. Ich fragte sie nach ihrer Meinung, ob sie denkt, dass man von so einer Krankheit heilen kann. Und sie meinte sofort, dass diese Frage doch total unwichtig sei. Würde es etwas an meiner jetzigen Situation und meiner Entscheidung, zu recovern, irgendetwas ändern, wenn ich eine Antwort auf diese Frage wüsste? Nein! Denn es ist doch egal, ob man zu 75, 84 oder 100% geheilt werden kann. Hauptsache, man wird gesünder und bleibt nicht für ewig in derselben miserablen, kranken Situation stecken. 50% gesund sind immer noch besser als 1% gesund, obwohl man natürlich immer die 100% anstreben sollte. Der Kampf gegen die Krankheit lohnt sich, ganz gleich, ob man komplett oder "nur" ein großes Stück seiner Gesundheit wiederherstellen kann.

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Gerne würde ich über eure Sichtweise zu dem Thema in den Kommentaren hören/lesen. Ich weiß, wie sehr da die Meinungen auseinandergehen, deswegen würde ich mich sehr über ein paar Beiträge echt freuen. Und ich hoffe natürlich, dass dieser Post den ein oder anderen inspirieren konnte!

Meine 5 wichtigsten Erkenntnisse

In den letzten Jahren konnte ich einige Erkenntnisse sammeln, die mir auf meinem Weg aus der Essstörung immens geholfen haben. Die wichtigsten habe ich in diesem Post zusammengefasst:

1. Gedanken können dir nicht wehtun, außer, du lässt es zu. Es sind "nur" Gedanken. Sie entsprechen nicht immer der Realität. Wir können vielleicht nicht immer kontrollieren, was genau wir denken, doch wir haben die Macht, uns zu entscheiden, welchen Gedanken wir Glauben schenken wollen und welchen nicht.
Ein Beispiel: Ich stehe vor dem Spiegel und denke "Ich bin zu dick". Im ersten Moment schenke ich diesem Gedanken Glauben, suche nach Argumenten, die diesen Gedanken befürworten. Doch wenig später blicke ich rational auf die Situation: es ist die Essstörung, die mir genau das einreden will und daher auch meine Sicht etwas verzerrt (Körperschemastörung). Solange ich laut Arzt noch untergewichtig bin bzw. mein Gewicht im Normalbereich liegt, kann ich nicht dick sein. Die Krankheit versucht einfach nur wieder, mich runterzureißen und zum abnehmen zu bewegen. Möchte ich das? Nein! Der Gedanke ist eine Lüge, er entspricht nicht der Wahrheit. Deswegen sollte ich auch nicht weiter an ihm festhalten.
Genauso gut hätte ich aber auch auf den Gedanken eingehen können. Hätte ich ihm geglaubt, wäre ich den ganzen Tag lang mies gelaunt gewesen, hätte mein Essen wahrscheinlich reduziert oder mehr Sport gemacht. Ich hätte mir eingebildet, dass meine Hüften ausladender geworden sind, mein Gesicht fülliger wirkt und meine Sachen enger sind. Aber nichts von dem ist wahr. Es ist NUR ein Gedanke.
Klar ist es nicht so einfach wie es hier dargestellt ist, aber je öfter man sich vor Augen hält, dass es ja "nur" Gedanken sind, desto besser lernt man mit ihnen umzugehen.


2. "Things tend to scream when they get killed" - das Zitat ist von Amalie's Blog "Let's Recover" und ich sage es mir immer wieder, wenn ich extrem schlechte Phasen durchmache. Dann erinnert mich dieser Spruch daran, dass diese negativen Gedanken aufkommen, weil ich höchstwahrscheinlich etwas getan habe, dass die Essstörung schwächer werden lässt. So paradox es auch klingen mag, aber wenn man sich schlecht fühlt, weil man z.B. ein "Fear Food" oder ähnliches gegessen hat, dann hat man ja eigentlich alles richtig getan, auch wenn man jetzt vielleicht schuldig fühlt. Diese Schuldgefühle sind ein Beweis dafür, dass man GEGEN die Krankheit vorgegangen ist und etwas FÜR seine Gesundheit getan hat!

3. Ich allein bin verantwortlich für meine Genesung - kein anderer kann für mich "gesund werden". Ich wünschte, ich hätte das schon viel viel eher realisiert. Im Prinzip ist es eigentlich offensichtlich, dass nur man selbst für seine Gesundheit etwas tun kann. Natürlich kann man auch die Hilfe eines Arztes oder Therapeuten in Anspruch nehmen, doch deren Hilfe wird nur Früchte tragen, wenn man aktiv mit ihnen zusammenarbeitet und deren Ratschläge umsetzt. Essen muss man selber. Zunehmen muss man auch selbst erledigen. Ängste können auch nur von einem selbst überwunden werden. Diese Arbeit kann kein Arzt der Welt für einen übernehmen.

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4. Es gibt keinen "leichten" Weg. Manchmal muss man einfach ins kalte Wasser springen. In unserer heutigen, modernen Welt scheint es für jedes Problem ein Wundermittel oder eine Abkürzung zum Ziel zu geben. So aber nicht im Fall einer Essstörung. Es gibt nicht DIE eine Methode, mit der man es schmerzlos und schnell aus der Krankheit schafft. Es führt kein Umweg darum, seinen Ängsten ins Gesicht zu blicken. Man muss wortwörtlich in den sauren Apfel beißen, um gesund werden zu können. Aber genau diese Dinge im Leben, die viel Überwindung und harte Arbeit kosten, sind es am Ende am meisten wert.
Es hilft nicht, ewig nach einer "perfekten" Lösung für sein Problem zu suchen. Es gibt keinen "quick fix". Man muss manchmal "einfach" machen - obwohl es echt nicht einfach ist. Aber je eher man sich den schweren Aufgaben stellt, desto eher hat man sie auch hinter sich.

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5. Ich bin nicht meine Essstörung. Auch wenn man an einer Essstörung erkrankt ist, heißt das noch lange nicht, dass man diese Krankheit auch ist. Was die Essstörung will unterscheidet sich klar von der gesunden Seite in einem selbst. Ich stelle mir es gerne so vor, dass die Krankheit ein ungebetener Gast in meinem Kopf ist, der sich aber gerne als ich ausgibt. Es ist halt ein bisschen zweigeteilt: da gibt es die gesunde und die kranke Seite. Mal ist die eine Seite stärker, mal ist sie schwächer. Das Gute ist aber, dass man die kranke Seite loswerden kann, wenn man sich aktiv für die gesunde entscheidet.
Wenn man also z.B. denkt "Ich habe heute zu viel gegessen", dann ist das die Essstörung, nicht man selbst! Mit der Zeit lernt man, diese beiden Seiten zu unterscheiden. Es ist echt nicht immer leicht, deswegen ist es auch immens wichtig, ehrlich mit sich selbst zu sein.
Ich will in Wahrheit gar nicht hungern, abnehmen oder mich isolieren. Das will alles die Krankheit, nicht ich selbst. Ich will leben, lachen und genießen. Und das geht nur ohne Essstörung.


Ich könnte wahrscheinlich noch hunderte weitere Erkenntnisse aufschreiben, aber diese sollen fürs erste genügen. Lasst mich wissen, was eure wichtigsten Erkenntnisse sind! Ich hoffe, dass der Post euch helfen und inspirieren kann.

Ein paar Gedanken über Selbstliebe

"Du kannst keinen anderen lieben, wenn du dich selbst nicht liebst" - wie oft habe ich mir wohl diesen Spruch schon durch den Kopf gehen lassen? Etwas wahres ist da dran. Denn wie soll je eine gute Beziehung entstehen, egal ob auf romantischer, familiärer oder freundschaftlicher Basis, wenn man eine der beiden Personen nicht einmal leiden kann: sich selbst.
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Heutzutage, so habe ich das Gefühl, wird Selbstliebe total verpönt. Es wird als egoistisch dargestellt, wenn man sich selbst was Gutes tut und seine Bedürfnisse ab und zu mal über die der anderen stellt, sich Zeit für sich selbst nimmt. Aufopfern wird in der Gesellschaft groß geschrieben: der, der am meisten für andere tut, sich selbst zum Wohle der anderen vergisst und sich selbst als unwichtig abstempelt, wird von den Menschen hoch gelobt. Doch was ist denn so feierlich daran, sein eigenes Wohlbefinden zu ignorieren?

Dieser Glaubenssatz, dass andere wichtiger seien als ich, hat mich eine sehr lange Weile belastet. Und ich bin mir sicher, dass tausende von Menschen da draußen ebenfalls unter diesem Glaubenssatz leiden. "Leiden", weil es wirklich eine Qual ist, mit dieser Art negativer Gedanken sein Leben zu verbringen. Du bist wichtig. Sogar sehr wichtig. Ohne dich wäre die Welt jetzt nicht so, wie sie ist. Auch wenn du es nicht siehst, aber du machst einen Unterschied in dieser Welt. Vielleicht nicht einen so großen wie ein Politiker oder Unternehmer, aber definitiv einen kleinen in der Welt deiner Freunde, deiner Familie und so vielen anderer Menschen. Denke dran: es sind die kleinen Dinge im Leben, die wirklich zählen.

Liebe muss man sich nicht verdienen. Sie ist bedingungslos. Und das gilt auch für die Liebe dir selbst gegenüber: du solltest dich nicht erst lieben, wenn du X erreicht hast, sondern JETZT. Ohne Ausnahmen, ohne wenn und aber. Egal, in welcher Situation du jetzt gerade bist. Ich dachte ganz lange, dass ich mich nicht selbst lieben dürfte, da ich krank sei. Mich selbst in dieser Situation zu lieben setzte ich gleich damit zu akzeptieren, dass ich halt krank bin und nichts daran ändern kann. Aber dieser Gedanken ist grundlegend falsch. Man sollte die Lage akzeptieren, auch wenn sie sehr negativ ist. Aber das heißt nicht, dass man das Handtuch wirft und resigniert. Akzeptanz sollte bedeuten, dass man die Situation annimmt, um nicht mehr gegen sie zu kämpfen und damit nicht mehr seine ganze Energie auf das negative lenkt. Stattdessen nutzt man seine neu gewonnene Energie dafür, das Leben zum positiven zu verändern. Das kann erst mit der Akzeptanz geschehen. Weg vom bekämpfen, hin zum erschaffen.

Man muss nicht erst sein Abi machen, um sagen zu können, dass man stolz auf sich ist. Man muss nicht erst tausend Euro beim Friseur lassen für einen neuen Haarschnitt, um sich selbst als schön anzuerkennen. Man muss sich nicht erst die Bestätigung anderer holen, um von sich selbst behaupten zu können, dass man es zu etwas gebracht hat. So, wie du jetzt bist, solltest und darfst du dich lieben. Liebe muss nicht "verdient" werden.

Doch warum überhaupt Selbstliebe? Weil du selbst der wichtigste Mensch in deinem Leben bist. Denn ohne dich, ohne deine Seele, deinen Geist, deinen Körper, würdest du dieses Leben gar nicht erleben können. Du bist hier wegen dir. Und dafür solltest du dir selbst gegenüber doch dankbar sein, oder?

Außerdem bereichert Selbstliebe das Leben. Es gibt dir mehr Kraft, weil du dich nicht länger selbst bekämpfst. Du trittst selbstbewusster auf, bist dir deines Wertes mehr bewusst. Du stehst für dich ein und lässt dich nicht so leicht von anderen beeinflussen. Und du kannst auch der Welt mehr geben. "You can't pour from an empty cup" - gib auf dich selbst Acht, um gleichzeitig mehr Acht auf andere geben zu können.

Manchmal denke ich, dass es doch eigentlich viel "egoistischer" ist, sich selbst zu hassen und zu verachten. Denn diese negative Energie, die dann in einem wohnt, spüren auch andere. Sie nimmt einen die Energie, die man dafür verwenden könnte, Gutes zu tun - wie z.B. an seinen Zielen zu arbeiten oder der Familie eine Freude zu machen. Das heißt nicht, dass man sich blöd fühlen sollte, weil man sich selbst noch nicht liebt - du bist nicht schuld an der momentanen Situation, du hast es dir nicht so ausgesucht. Aber wir haben jeden Tag die Chance, gegen den Selbsthass anzukämpfen, und da kann es sich als ganz nützlich gestalten, die Thematik mal aus einer ganz anderen Perspektive zu betrachten.

Und im Endeffekt bringt Selbsthass GAR NICHTS. Es macht nichts besser; es macht dich weder glücklicher, hübscher oder liebenswerter. All diese Dinge, die man sich erhofft, kann man erst erreichen, wenn man ein gutes Verhältnis zu sich selbst aufgebaut hat, wenn man sich selbst akzeptiert und als wertvoll ansieht. Der Selbsthass lähmt dich nur, nimmt dir Energie, nimmt dir Lebensfreude.

Selbstliebe erlernt man nicht von heute auf morgen - es ist ein langer und emotionaler Prozess, bis man da hin gelangt. Aber die besten Dinge im Leben brauchen generell immer sehr viel Zeit zum ausreifen und entwickeln. Deswegen: mach am besten heute schon den ersten Schritt Richtung Selbstliebe. Gönn dir ein entspanntes heißes Schaumbad, mach dir selbst ein Kompliment, schenke dir selbst eine Maniküre oder entspann dich einfach im Bett mit deinem Lieblingsbuch bei Kerzenschein. Verbringe einfach Zeit mit dir und NUR mit dir allein. Erkenne an, wie wunderbar und wertvoll du bist. Und spüre, wie gut es sich anfühlt, sich selbst Liebe zu geben. Jeder kleinste Schritt zählt und wird dich voranbringen.
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Das war ein ziemlich langer Post, aber ich hoffe, dass er jemandem helfen wird. Ich selbst bin auch noch nicht an dem Punkt angekommen, dass ich mich selbst komplett liebe, aber ich bin auf dem besten Weg dahin und kann nur sagen, dass ich froh bin, mich für de Selbstliebe entschieden zu haben und gegen den Selbsthass.

Kreiere dein Leben

Neulich habe ich eine sehr kraftvolle geführte Meditation von Laura Seiler gemacht - es war die "Erlebe deine Schöpferkraft" Meditation, die man z.B. bei iTunes hören kann. Der Titel mag für den einen oder anderen sehr merkwürdig klingen, doch in Wahrheit steckt dahinter die Weisheit, dass man die Macht hat, sein Leben selbst zu erschaffen und zu kreieren. Und mich hat diese Meditation echt zum nachdenken gebracht.

Im Prinzip ist unsere momentane Situation ein Resultat all unserer Handlungen in der Vergangenheit. Alle unsere Worte, Gedanken und Handlungen haben unser Leben geformt. Je öfter man einen Gedanken gedacht oder ein Handlung begangen hat, desto mehr beeinflusst es unser Leben. Das heißt einfach gesagt, dass überwiegend positive Gedanken einen glücklichen Menschen und ständige negative Gedanken einen eher verärgerten, pessimistischen Menschen hervorbringen. Von daher wäre es also von Vorteil, positiver zu denken, um auch ein nachhaltig positives Leben zu kreieren. Denn eigentlich ist jeder selbst für sein Schicksal verantwortlich - oft wird es auf äußere Umstände geschoben, wenn man in einer verzwickten und unglücklichen Lebenslage steckt. Klar kann man nicht alles im Leben beeinflussen, doch in solchen Situationen gilt es, das beste draus zu machen, anstatt sich über die Lage zu beschweren und sich immer weiter in negative Gedanken und Gefühle zu verstricken. Denn negatives Denken wird sicherlich nicht die Situation besser machen. Positives Denken hingegen macht einen optimistischer und auch motivierter, die Situation zum positiven zu verändern. Es mag nicht das Problem an sich lösen, doch mit dieser Herangehensweise ist es viel leichter, damit umzugehen und es auch schneller zu beseitigen.


Aber wieder etwas zurück zum Thema: Mit was ich mich täglich befasse, wird also meine Zukunft gestalten. Wenn ich mich beispielsweise jeden Tag mit dem Thema Videospiele auseinandersetze, wird es wahrscheinlich passieren, dass ich später mal eine große Sammlung an Spielen bei mir zu Hause vorfinde, oder dass ich in dem Bereich arbeiten werde. Je mehr ich mich damit befasse, desto mehr wird es Teil meines Lebens. Andersherum gesehen werde ich aber nie zum professionellem Spieler, wenn ich mich nicht dementsprechend öfter an den PC setze. Das bedeutet wiederum, wenn ich nicht nach meinen Träumen und Zielen handle, sie nur in meinen Gedanken verharren statt dass ich auch Bücher darüber lese oder mit anderen Leuten darüber rede, sie eben auch nur Träume bleiben.

Vielleicht klingt das etwas zu einfach für manchen, doch je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr fällt mir auf, wieviel Wahrheit da drin steckt. Erinnere ich mich an mein Leben zurück, so sehe ich dass alles, was ich früher in meiner Kindheit getan, gesagt oder gedacht habe, mein jetziges Leben in gewissem Maße beeinflusst. Noch heute bin ich sehr verspielt, weil ich mich früher den ganzen Tag mit meinem Spielzeug beschäftigt habe. Ich liebe Tiere, weil ich früher so gerne Filme und Bücher über Tiere angeguckt habe und auch tausende Plüschtiere besaß. Und auch die letzten Jahre mit der Krankheit zeigen mir, dass mir die negativen, selbstzerstörerischen Gedanken ein ebenso negatives Leben beschert haben. Je schlimmer ich mit mir und meinem Körper umgegangen bin, indem ich mich in Gedanken runter- und schlechtgemacht habe, desto mieserabler ging es mir auch, sowohl körperlich als auch geistig. Erst als ich begann, das positive zu sehen und auch liebevoller mit meiner Umgebung umgegangen bin, fühlte ich mich um einiges besser - ganz nach dem "Gesetz der Anziehung".

Um jetzt ein positives Leben zu erschaffen und meine Träume zu verwirklichen, bedeutet das, auch danach zu handeln. Nicht nur positiver denken, sondern auch mehr Liebe zu geben, sich mehr mit seinen Träumen auseinandersetzen, zu visualisieren, neues auszuprobieren, aus der Komfortzone zu treten und sich nicht mehr als Opfer seiner Umstände zu sehen. Jeden Tag dankbar sein für das, was man sich in der Zukunft erhofft. Das beste aus sich machen. Selbst die Person sein, mit der man gerne zusammen Zeit verbringen würde. Das geben, was man sich selbst erhofft und wünscht. Und natürlich immer jetzt schon handeln; nicht erst morgen, nächste Woche oder im neuen Jahr. Wir haben nicht ewig Zeit und sollten daher jeden Tag nutzen, um das Leben unserer Träume zu verwirklichen und zu leben.


Meine Ziele

Wie ich euch bereits gesagt habe, setze ich mir zum neuen Jahr keine neuen Vorsätze - ich behalte meine bisherigen Ziele weiter bei. Ziele im Leben zu haben finde ich wichtig, denn sie geben unserem Leben eine Richtung und einen gewissen Sinn. Ohne sie würden wir jeden Tag nur so dahin leben und viele großartige Erlebnisse und Chancen verpassen, da uns eben der Antrieb, etwas zu tun, fehlt. Aus Erfahrung kann ich sagen, dass Ziele mich um einiges "lebensfroher" machen: wenn ich nämlich keine Ziele vor Augen habe, fehlt mir die Motivation zu allem; ich werde antriebs- und hoffnungslos, falle schließlich in ein Loch. So ging es mir nachdem ich mein Abi geschafft hatte. Unklarheit, wie es in meinem Leben weiter ging, ob Studium, Ausbildung oder FSJ.

Deswegen finde ich es so wichtig, Ziele zu haben und diese auch aufzuschreiben. Wenn man seine Ziele schriftlich vor Augen hat, kann man sie nicht so schnell vergessen, man kann besser priorisieren, besser planen und ist dadurch auch viel motivierter, diese einzuhalten. Träumen ist erlaubt, denn wer weiß, was für unglaubliche Dinge passieren können? Beim aufschreiben visualisiert man seine Zukunft außerdem zusätzlich, was der Erfüllung des aufgeschriebenem hilft (à la Gesetz der Anziehung). Und ich dachte mir, dass es mich persönlich darüber hinaus noch mehr motivieren würde, wenn ich meine Ziele mit der Welt teile. So habe ich nämlich das Gefühl, dass mich die Leute jederzeit prüfen könnten, wie ich mit diesen vorankomme. Vielleicht inspirieren sie ja auch den ein oder anderen, wer weiß?

  • Gesund werden. Mein größtes Ziel. Denn von diesem hängt auch alles andere in meinem Leben ab... Dieses Ziel unterteilt sich nochmals in viele kleinere, wie ein gesundes Gewicht erreichen (und halten!), mit dem Kalorienzählen aufhören, ein normales Essverhalten entwickeln, keine Angst mehr vor bestimmten Lebensmitteln haben und, und, und. Ich weiß, dass ich noch einen weiten Weg vor mir habe diesbezüglich, doch nichts ist unmöglich!
  • Studieren. Ich möchte gerne dieses Jahr mit studieren anfangen und das Studium natürlich dann in ein paar Jahren auch beenden. Ich freue mich sogar schon ein bisschen darauf, wieder etwas zu tun zu haben und mich gleichzeitig mit Dingen zu befassen, die mich auch interessieren - da wird das lernen gleich viel einfacher.
  • Mehr Bloggen. Sowohl auf Instagram als auch auf diesem Blog möchte ich aktiver werden und vor allem meine "Blogging-Skills" verbessern, also schönere Fotos schießen, mehr Leute mit meinen Beiträgen erreichen usw.. Mir macht das bloggen viel Spaß und es ist etwa, das ich definitiv noch lange beibehalten möchte!
  • Neue Freundschaften schließen. In den letzten Jahren mussten meine sozialen Kontakte sehr leiden bedingt durch die Krankheit, sodass ich jetzt nur noch sehr wenige Freunde habe... Dabei merke ich immer wieder, wie wichtig soziale Kontakte und Freunde sind. Nicht, dass man viele Freunde braucht im Leben, um glücklich zu sein - nein, es reichen auch ein paar wenige, sehr enge Freundschaften. Doch selbst daran mangelt es mir. Es geht mir bei diesem Ziel auch nicht nur darum, neue Leute kennenzulernen, sondern auch, mehr rauszukommen und mehr zu unternehmen. 
  • Fitness. Ja, ich würde sehr gerne etwas mehr Fitness und Sport in meinem Leben einbauen. Doch ich weiß auch, dass ich dafür erstmal gesundheitlich gesehen auf einem besseren Stand sein muss. Hier geht es mir aber nicht nur um die Bewegung, sondern auch mehr um meine Gesundheit: z.B. hilft Kraftsport, um die Knochen zu stärken. Und, was vielleicht ein bisschen "random" ist: ich möchte einen Spagat können. Davon träume ich ehrlich gesagt schon, seit ich ein kleines Kind bin. Irgendetwas begeistert mich daran, so flexibel zu sein...
  • Reisen. Ich bin in meinem Leben wirklich nicht viel rumgekommen und möchte endlich mal mehr von der Welt sehen! Mein größter Wunsch ist, einmal nach Las Vegas zu fliegen, in die Casinos zu gehen, all die verrückten Menschen zu treffen und die vielen Attraktionen zu bestaunen. Des Weiteren möchte ich einmal nach Tokyo, nach London, Paris (obwohl ich dort schon mal war), New York, Australien und Norwegen. Oh, und ich möchte UNBEDINGT ins Disneyland! Einer der magischsten Orte, von denen ich je gehört habe.
  • Ein Buch schreiben. Das ist so ein großer Wunsch von mir! Ich liebe schreiben ja, das wisst ihr bestimmt. Und wenn sich dieser Wunsch wirklich erfüllen sollte, dann wäre mein Leben glaube komplett. Wie man es sich vielleicht denken kann, möchte ich ein Buch über meinen Weg aus der Essstörung schreiben. Denn es gibt so viel, was ich erzählen und berichten möchte; und vor allem möchte ich allen Betroffenen da draußen Hoffnung mit meinen Worten schenken.
  • Einen Ted-Talk halten. Klingt vielleicht komisch, aber ich finde die Vorstellung, einen eigenen Ted-Talk zu halten, unglaublich cool. Auch wenn es mir nicht grade leicht fällt, vor anderen Leuten zu reden, würde ich es so gerne machen. Um andere zu inspirieren und Kraft zu schenken, vielleicht um irgendwelche Vorurteile aus den Weg zu räumen und in den Köpfen der Zuhörer einen Schalter umzulegen. Das wäre echt ein tolles Gefühl, wenn dieser Wunsch Wirklichkeit wird.
  • Lifestyle. Öfter "ja" sagen. Mehr rausgehen, mehr sehen, mehr erleben. Und mehr auf meinen Körper achten, ihn pflegen, ihm Gutes tun. Denn das wurde in den letzten Jahren auch viel zu oft vernachlässigt, leider.
So, das waren jetzt gar nicht mal so wenige Ziele. Doch es fühlt sich gut an zu wissen, was ich alles vor mir habe. Und es scheint nun auch viel greifbarer, jetzt, wo ich es schwarz auf weiß vor Augen habe. Ich kann es euch also wirklich nur ans Herz legen, eure Ziele aufzuschreiben! Teilt eure Ziele auch gerne mit mir, ich würde mich freuen, eure zu hören :)


Ein neues Jahr

Ich kann sagen, dass 2017 ein auf und ab für mich war. Es ist gleichzeitig viel und wenig passiert... Angefangen hat mein Jahr eher negativ, doch enden tut es positiv. Ich habe mein Abi gemacht, war im Urlaub, habe mit bloggen angefangen und war jetzt gegen Ende des Jahres zum ersten mal arbeiten. Mit der Essstörung ging es auf und ab... Mal lief es gut, dann mal wieder schlechter. Doch ich bin froh, sagen zu können, dass ich in Sachen Gesundheit etwas weiter vorangekommen bin und mit neuer Motivation ins neue Jahr starten werde.

Dabei habe ich mir für 2018 keine neuen Ziele oder Vorsätze gesetzt. Ich bin nämlich zu dem Schluss gekommen, dass ich kein neues Jahr brauche, um mir Ziele zu setzen oder mein Leben zu verändern. Ich kann jederzeit mein Leben zum besseren verändern, ob nun nächste Woche, morgen oder heute. Der beste Moment für Veränderungen ist immer JETZT. Denn je eher ich den ersten Schritt Richtung meiner Ziele setze, desto eher erreiche ich diese auch und kann stolz auf meinen Erfolg sein. Meine Ziele für 2018 bleiben dieselben wie bisher. Ich brauche kein neues Jahr, um mir Ziele zu setzen... Denn mal ehrlich: das einzige, was sich in 2018 ändern wird, ist unsere Wahrnehmung der Zeit - mehr nicht. Es ist nicht so, dass ab dem 1. Januar 2018 plötzlich alle mit magischer Energie versetzt werden, die uns dazu veranlasst, das Leben unserer Träume zu verwirklichen. Nein, es wird sich nichts ändern, außer wir TUN etwas für Veränderung. WIR haben die Macht darüber, das beste aus unserem Leben zu machen, zu jeder Zeit, an jedem Ort, unabhängig vom äußeren Geschehen.

Es ist nicht so, dass ich wenig von Zielen halten - im Gegenteil, ich finde, man sollte sich immer Ziele setzen, sie aufschreiben und natürlich bestmöglich umsetzen. Bloß bin ich kein Fan von diesen Neujahrsvorsätzen. Ich finde, dass die Ziele, die man sich Ende Dezember setzt, eh meist spontan aus der Luft gegriffen sind, eben weil sich auf einmal jeder Ziele setzt und man mit dem Strom mitschwingen will. Sie haben nicht unbedingt eine große Bedeutung für einen selbst. Daher verliert man seine guten Vorsätze auch schnell aus dem Blick und gibt diese schnell wieder auf - man denke da nur an die vielen Leute, die sich für das neue Jahr vornehmen, Gewicht zu verlieren und fitter zu werden... Die wenigsten halten sich daran. Und am Schluss verdienen nur die Fitnessstudios und die Detox-Produkte-Hersteller mit diesen Leuten viel Geld. Wer aber ein Fan von Neujahrsvorsätzen ist, dem will ich das nicht ausreden! Das ist lediglich meine Sicht der Dinge ;)

Meine Ziele bleiben wie gesagt dieselben und dabei steht "gesund werden" ganz oben auf meiner Liste. Die einzige Erwartung, die ich für das neue Jahr habe, ist, dass es mein Jahr werden wird, dass ich dieses Jahr gut nutzen und an mir arbeiten werde. Ich blicke zuversichtlich in die Zukunft und habe mehr als genug Motivation, die Essstörung loszuwerden. Neue Herausforderungen und viele schöne Erlebnisse warten auf mich - nein, sie warten auf uns alle!

Ich wünsche euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr, macht das beste draus!

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Monatsrückblick November

Was ich gemacht habe: Ich glaube, das größte Erlebnis in diesem Monat war mein 20. Geburtstag. Es war der schönste Geburtstag seit langem, vor allem deswegen, weil ich Ana nicht Überhand gewinnen lassen habe. Meine Familie und ich sind abends in einem schicken asiatischen Restaurant essen gegangen - das war das erste Mal auswärts essen für mich seit über einem Jahr! Natürlich war es nicht einfach und ich habe mir so viele Gedanken um das Essen gemacht, doch im Nachhinein lief alles super gut, das Essen war himmlisch und wir hatten zusammen eine verdammt schöne Zeit. Solche Tage zeigen mir, dass es sich lohnt, gegen die Krankheit zu kämpfen.
Allgemein stand der Monat meiner Meinung nach ganz im Zeichen der Videospiele für mich. Es kamen eine Menge Spiele raus in letzter Zeit, die ich am liebsten alle gleichzeitig gespielt hätte. Super Mario Odyssey hat es mir ganz besonders angetan und es hat auch nicht lange gedauert, bis ich die Hauptstory durch hatte. Es ist definitiv eines der besten Mario-Spiele seit langem; es ist eine Mischung aus Super Mario Sunshine und Galaxy - meine beiden früheren Lieblingsspiele. Schon bei der Fernsehwerbung des Spiels bekomme ich Gänsehaut und möchte am liebsten zu der Musik mittanzen und -singen!
Des Weiteren waren meine Familie und ich für einen tag in Berlin zum shoppen, wo wir u.a. den neuen Sephora-Store in der Galeria Kaufhof bestaunt haben. Dort war die Hölle los, doch trotzdem war es cool, sich die ganze Kosmetik mal anzuschauen. Mitgenommen wurde selbstverständlich auch was ;)
Eine liebe Freundin hat mich mit in eine Vorlesung ihres Psychologiestudiums genommen. So kam ich mal etwas unter Leute und lernte den Studiengang besser kennen. Nächstes Jahr möchte ich selbst nämlich gerne mit dem Psychologiestudium beginnen und hoffe, dass alles klappen wird. Drückt mir die Daumen!
Und gegen Ende des Monats habe ich meinen ersten Arbeitstag bewältigt. Man könnte meinen, dass ich etwas "ins kalte Wasser geworfen" wurde, denn ich musste gleich am ersten Tag mein Können an der Kasse beweisen. Aber ich muss sagen, für den Anfang habe ich mich gar nicht so schlecht angestellt.

Was ich gelesen habe: Zu allererst habe ich "Embrace: Du bist schön" durchgelesen, was ich ja schon letztes Mal zum Teil vorgestellt habe. Die Autorin Taryn Brumfitt ist Gründerin des Body Image Movements (BIM) und setzt sich für Körperakzeptanz ein. In ihrem Buch berichtet sie von ihren Erfahrungen mit Selbstzweifeln und Schönheitswahn, wie sie gelernt hat, sich selbst zu lieben und sie erzählt von der Entstehung der gleichnamigen Dokumentation "Embrace" sowie des BIMs. Das Buch fand ich gleichzeitig ernst und humorvoll und es lässt sich relativ flüssig lesen. Die angesprochenen Themen beschäftigen mich selbst sehr und mir hat ihre Geschichte gezeigt, dass es so viel wichtigere Dinge im Leben gibt als Aussehen und Gewicht. Wer lernen möchte, sich selbst zu akzeptieren, dem lege ich dieses Buch und vor allem den Film als Anfang ans Herz.

Als nächstes habe ich "Mögest du glücklich sein" von Laura Malina Seiler gelesen. Auf ihrer Website sagt die Autorin folgendes über sich:
"Als Expertin für Mindful Empowerment und moderne Spiritualität ist es meine Vision, Menschen professionell darin zu unterstützen eine gesunde und wertschätzende Beziehung zu sich selbst zu entwickeln, ihr volles Potential zu entfalten, sich selbst voll zum Ausdruck zu bringen und sich an die Weisheit in ihnen zu erinnern. Als Autorin, Coach, Speakerin und Host des #1 iTunes Podcasts Happy, Holy & Confident unterstütze ich Menschen dabei, sich wieder mit ihrer Schöpferkraft zu verbinden, mentale Blockaden und Mangeldenken aufzulösen, Visionen in die Realität umzusetzen, Ängste gehen zu lassen und Selbstvertrauen zu entwickeln. Wir alle brauchen an bestimmten Stellen in unserem Leben Menschen, die uns an unsere eigene Kraft erinnern und uns neue Wege aufzeigen – genau dafür bin ich da."
Bevor ihr Buch veröffentlicht wurde, habe ich mir immer ihre Podcasts angehört, die ich unglaublich inspirierend fand bzw. immer noch finde. Lauras Stimme ist so fröhlich und motivierend, das heitert mich gleich auf und gibt mir neue Kraft und Motivation. Ihr Buch ist nicht nur wunderschön gestaltet, sondern auch total lehrreich. Es geht darum, wie man zu seinem "Higher Self" findet und wie man allgemein ein glücklicheres und erfüllteres Leben führen kann. Eingeteilt ist es in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. In jedem Kapitel gibt es inspirierende Zitate, tolle Übungen zu den Themen sowie passende Meditationen. Ich gebe zu, dass es nicht gerade einfach zu lesen war - über viele Dinge musste ich eine Weile nachdenken und manches versteht man beim ersten lesen nicht auf Anhieb. Deswegen hat es auch eine Weile bei mir gedauert, bis ich es durchgelesen habe. Aber trotzdem lohnt es sich, das Buch zu lesen, wenn man mehr über sich erfahren will und einen anderen Blickwinkel auf die Welt erlangen will. Vielleicht ist es nicht für jedermann etwas, da es sehr spirituell angehaucht ist, doch ich kann ich es nur empfehlen - mir hat es definitiv weitergeholfen.



Gegen Ende des Monats habe ich schließlich nich das Buch "Mirror Mirror" von Cara Delevingne angefangen. Um ehrlich zu sein, habe ich mir das Buch nur gewünscht, weil ich ein Fan von Cara bin - die Story an sich hat mich auf den ersten Blick nicht umgehauen. Doch jetzt, je mehr ich im Buch voran komme, desto spannender wird es meiner Meinung nach. Es geht um die Red, Rose, Leo und Naomi, die zusammen die Band "Mirror Mirror" gegründet haben. Naomi verschwindet eines Tages urplötzlich und wird später schwer verletzt wieder gefunden - und ab dann beginnt das eigentliche Abenteuer. In dem Buch werden verschiedenste Themen angesprochen; hauptsächlich solche, die Teenager beschäftigen. Überrascht war ich davon, dass sogar Essstörungen einen klitzekleine Rolle im Buch übernehmen. Mehr verrate ich nächsten Monat, wenn ich das Buch durchgelesen habe :)



Was ich gesehen habe: Uff, ich weiß gar nicht, ob ich mich noch an alles erinnern kann. Woran ich mich noch erinnern kann sind "Bay Watch", "Scary Movie", "Nightmare before Christmas"und "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 2". "Bay Watch" war für mich ein MUSS wegen Dwayne Johnson ;) Der Film war aber auch so richtig gut und zum lachen, definitiv eine Empfehlung! Unter "Scary Movie" habe ich mir ein bisschen was anderes vorgestellt. Ursprünglich wollte ich einen Horrorfilm gucken und habe mich für diesen Film entschieden, doch er war überhaupt nicht gruslig - der Film sollte ja auch eher eine Parodie sein, wie ich später gelesen habe. Man kann drüber lachen, doch es war jetzt nicht unbedingt mein Geschmack an Filmen. "Nightmare before Christmas" war der erste Weihnachtsfilm, den ich mir dieses Jahr angeguckt habe. Da er mit als Klassiker gilt und ich ihn bisher noch nie gesehen habe, wurde es höchste Zeit dafür. Der Film ist wie ein Musical gestaltet, also mehr Gesang als Dialoge, was auch nicht unbedingt mein Ding ist. Aber die Geschichte fand ich trotzdem ganz schön. Und zu "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 2" kann ich nur sagen: genial. Endlich habe ich alle Filme durch und dieser letzte war der perfekte Abschluss. Er war von Anfang bis zum Ende hin spannend. Die Bücher sind und bleiben aber besser :)






Erkenntnis: Meine Vergangenheit bestimmt nicht meine Gegenwart oder Zukunft. Dank des Buchs "Mögest du glücklich sein" konnte ich wirklich zu einem großen Teil mit meiner Vergangenheit abschließen. Eine der Übungen aus dem Buch hat mir sehr dabei geholfen und es war einfach eine unglaubliche und erlösende Erfahrung, die ich da gemacht habe. Egal, was in der Vergangenheit alles passiert sein mag; es ist geschehen und kann nicht mehr rückgängig gemacht werden. Daran festzuhalten und sich auszumalen, wie es stattdessen hätte geschehen können, wird die Situation nicht ändern, genauso wie wenn man sich permanent darüber aufregt oder selbst bemitleidet. Man wird dadurch nicht glücklicher. Man sollte negative Erfahrungen dafür nutzen, aus ihnen zu lernen und sie zu akzeptieren. Das Leben ist jetzt, nicht gestern, nicht morgen. Ich konnte meine Vergangenheit ein ganzes Stückchen loslassen, was mir immens mit meinen Problemen geholfen hat.



Bin ich meinen Zielen näher gekommen: Für diesen Monat kann ich endlich wieder sagen: ja, das bin ich. Wie bereits erwähnt, war ich seit über einem Jahr mal wieder auswärts essen, was mir zwar schwer fiel, doch es hat sich sehr gelohnt. Dazu habe ich noch daran gearbeitet, abwechslungsreicher zu essen, was mir eigentlich ganz gut gelungen ist, und ich bin durch meinen neuen Job dazu "gezwungen", flexibler mit dem Essen zu werden und übernehme durch den Job natürlich auch einen ganzen Batzen Verantwortung. Es fühlt sich an, als hätte ich einen ganz wichtigen Schritt Richtung Normalität und Erwachsenwerden getan, und ich bin unglaublich stolz auf mich, dass ich mich an diese neue Situation getraut habe.

Was hat mich glücklich gemacht: Dass so viele Menschen, die ich eigentlich nur online kenne, zum Geburtstag gratuliert haben. Ich hatte den besten Geburtstag seit Jahren erlebt, was ich zu einem Großteil auch meiner Familie zu verdanken habe. Und ich hoffe, dass der nächste genauso schön, wenn nicht sogar noch besser wird. Siggi konnte mir diesen Monat auch so oft ein Lächeln aufs Gesicht zaubern - er ist zuckersüß, vor allem wenn er bellt, wenn ich ihm sage "Siggi, Lord Voldemort kommt!" :D Meine Ernährungsberaterin hat mich auch so sehr ermutigen können, wofür ich so dankbar bin. Sie ist wirklich ein Engel und ich weiß nicht, wo ich heute ohne sie stehen würde. Die Gespräche mit ihr helfen mir sehr weiter und ich finde es toll, dass sie mich jedes Mal erneut ermutigen kann, noch mehr gegen die Essstörung anzukämpfen.

Lange ist's her, dass ich einen Blogpost geschrieben habe. Doch wie man diesem entnehmen kann, ist viel in den letzten Wochen bei mir passiert. Gerne würde ich wieder mehr schreiben, bloß fehlt mir manchmal die Inspiration zum schreiben. Deswegen würde ich mich sehr über ein paar Themenwünsche und Postideen freuen :)

Vergleiche

Gestern musste ich stark über das Thema vergleichen nachdenken. Wir alle machen es, keine Frage, aber gerade bei Essstörungen spielt dieses Thema eine ziemlich große Rolle. Man vergleicht seine Leistungen mit anderen, seine Erfolge, seine Ernährung, die Fitness, den Körper, das Gewicht und so vieles mehr. Das andauernde Streben nach dem Leben anderer ist eines der vielen Dinge, die uns kaputt machen.

Vergleichen an sich kann sowohl gut als auch schlecht sein. Schlecht eben, weil man sich denkt "Oh, X ist so viel schlauer als ich, da fühle ich mich wie ein total dummer Mensch!" und sich damit runterzieht. Gut, weil man auch denken kann "Ich bin um einiges freundlicher und offener als Y, das mag ich besonders an mir", was einen dann bestärkt. Doch natürlich tendieren wir zu dem ersten, vor allem auch weil uns von allen Seiten gesagt wird, dass wir nicht genug sind (siehe TV, Zeitung, Internet, Social Media etc.). Wie wäre es, wenn wir, statt uns ständig "nach unten" zu vergleichen, uns "nach oben" vergleichen? Wenn wir uns also auf die Dinge fokussieren, die wir besser als andere können, aber ohne damit anzugeben?

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Und was mir auch noch so durch den Kopf schwirrt, vor allem eben in Bezug auf Essstörungen: wenn man Menschen nach ihrer Ernährung, ihren Workouts oder ihrer Kalorienzufuhr fragt und sich damit vergleicht. Ich gebe zu, dass ich eine ganze lange Weile auch sehr scharf auf solche Informationen war, doch jetzt denke ich mir nur: Wozu verdammt nochmal? Nur weil ich dasselbe wie Kim Kardashian esse, bekomme ich nicht ihren prallen Hintern. Nur weil ich dasselbe Workout wie Miranda Kerr mache, werde ich nicht ihre schlanke Figur bekommen. Und nur, weil ich genauso viel Proteine wie Dwayne Johnson am Tag esse, werde ich nicht so muskulös wie er werden (nichts gegen dich, Dwayne - ich liebe dich ;)). Wir Menschen sind alle individuell. Wir sollten aufhören, uns mit anderen zu vergleichen oder danach zu streben, so wie jemand anderes zu sein.

Versteht mich nicht falsch, vergleichen kann durchaus auch seine guten Seiten haben, wie ich schon geschrieben habe. Doch mir fällt immer wieder auf, dass viele Menschen glauben, dass wenn sie den Lebensstil von X kopieren, auch genauso ein "glückliches, tolles und bereicherndes" Leben haben wie X - doch das ist so was von falsch. Erstmal ist Glück etwas, das von innen kommt, eine innere Einstellung, die so gut wie gar nicht von außen beeinflussbar ist wie eben materielle Dinge oder das Aussehen. Und dann sollte man im Kopf behalten, dass jeder Mensch EINZIGARTIG ist, ganz individuell. Es gibt keine zwei identischen Menschen auf der Welt, nicht mal eineiige Zwillinge sind in allen Bereichen komplett gleich. Jeder von uns hat andere Bedürfnisse, ein anderes Aussehen, andere Genetik, andere Vorlieben, andere Ausgangspunkte, andere Lebenserfahrungen, anderes Wissen, andere Gesundheitszustände usw.. Man kann nicht erwarten, dass z.B. eine Serie jedem gefällt, dass Ernährungsweise Y jedem gut bekommt, dass man mit Z Gramm Protein am Tag extrem viele Muskeln aufbaut. Was bei dem einen funktioniert, heißt noch lange nicht, dass es auch bei dir funktioniert.

Das einzige, worauf du dich konzentrieren solltest, bist DU. Du und dein Leben. Was tut DIR gut? Was magst DU? Wie willst DU dein Leben gestalten? Anstatt dich mit anderen zu vergleichen, vergleiche dich lieber mit dir selbst - im positivem Sinne. In welcher Hinsicht bist du als Mensch gewachsen? Was hast du heute besser gemacht als früher? Was macht dich jetzt glücklicher als damals? Du bist mit der einzige Mensch, der weiß, was am besten für dich ist.

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Essen ist Medizin

Ich weiß noch, wie ich mir am Anfang meiner Genesung so viele Gedanken darum gemacht habe, wieviel man essen sollte, um gesund zu werden. Tä...